Im Altbau entscheidet nicht das Können über den Preis, sondern das, was hinter der Wand steckt. Deshalb fangen wir nie mit dem Angebot an, sondern mit der Bestandsaufnahme. Wir klopfen Wände ab, schauen in den Sicherungskasten, prüfen die Leitungen und messen den Estrich. Erst danach reden wir über Geld.
Was uns in Bruchsaler und Karlsruher Altbauten regelmäßig begegnet
- Bleileitungen und verzinkte Stahlrohre. Bis in die Sechziger üblich, heute Rost von innen und wenig Druck. Wenn wir sie sehen, empfehlen wir sie zu tauschen, solange die Wände ohnehin offen sind.
- Elektrik ohne Schutzleiter. Zwei Adern statt drei, keine FI-Schutzschalter, Stoffkabel. Das ist der Punkt, an dem eine Renovierung schnell zur Sanierung wird.
- Holzbalkendecken. Federn, tragen weniger als man denkt und mögen keine großformatigen Fliesen ohne Vorarbeit. Wir prüfen die Auflager, bevor wir irgendetwas darauflegen.
- Alte Estriche und viele Schichten Belag. Oft drei Böden übereinander, darunter Teerpappe. Das ist kein Drama, muss aber in die Kalkulation, weil die Entsorgung Geld kostet.
- Grundrisse aus einer anderen Zeit. Fensterlose Bäder, lange Flure, Küchen ohne Anschlüsse. Hier lohnt es sich, eine Wand zu versetzen — dafür sind wir als Maurer- und Betonbauer eingetragen.
- Feuchte Kellerwände. Bevor wir dort etwas verkleiden, klären wir die Ursache. Trockenbau vor eine nasse Wand zu setzen, verschiebt das Problem nur.
Warum wir vorher aufmessen und nicht schätzen
Ein Angebot für einen Altbau, das jemand am Telefon macht, ist eine Wette. Entweder es ist zu hoch, dann zahlen Sie zu viel. Oder es ist zu niedrig, dann kommen die Nachträge. Beides haben Sie nicht verdient.
Wir nehmen uns beim ersten Termin eine gute Stunde. Danach wissen Sie, was sicher ist, was wahrscheinlich ist und wo ein echtes Risiko steckt. Die Risikopositionen stehen offen im Angebot — mit einem Betrag, damit Sie den schlimmsten Fall kennen und nicht raten müssen.
Was wir im Altbau übernehmen
- Abbruch, Entkernung und Entsorgung — inklusive Container und Abfuhr
- Wände versetzen, Durchbrüche, Stürze, neue Vorwände
- Neue Wasser- und Abwasserleitungen, komplette Bäder
- Estrich vorbereiten, ausgleichen, Böden neu verlegen
- Fliesen an Wand und Boden
- Trockenbau, Decken abhängen, Malerarbeiten
- Innentüren, Zargen und Fenster
Die Elektrik übernimmt ein eingetragener Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten. Heizungsanlagen, Fassadendämmung und Dacharbeiten machen wir nicht — dafür kennen wir Betriebe, die es können.
Was eine Altbausanierung kostet
Als grobe Orientierung, bezogen auf die Wohnfläche:
- 200–400 € je m² — Oberflächen auffrischen: Wände, Böden, Türen
- 400–800 € je m² — richtige Sanierung mit neuem Bad und allen Böden
- 800–1.500 € je m² — Kernsanierung zurück bis zum Rohbau, alle Leitungen neu
Im Altbau liegt man erfahrungsgemäß eher am oberen Rand, weil mehr Vorarbeit anfällt: krumme Wände ausgleichen, alte Schichten entfernen, Untergründe herrichten. Das sind Marktrichtwerte, kein Angebot — Ihre Zahl bekommen Sie nach dem Termin vor Ort.
Denkmalschutz und Erhaltungssatzung
Steht Ihr Haus unter Denkmalschutz oder in einem Sanierungsgebiet, sind Fenster, Fassade und teils auch Grundrissänderungen genehmigungspflichtig. Das klären wir vor dem Angebot mit Ihnen ab, damit Sie nicht mitten im Bau eine Auflage bekommen. Die Behörde ist Ihre Sache, die Unterlagen dafür bereiten wir vor.
Häufige Fragen zur Altbausanierung
Lohnt sich eine Altbausanierung überhaupt noch?
Meistens ja. Die Bausubstanz alter Häuser ist oft besser als ihr Ruf, die Räume sind größer und die Lage ist gewachsen. Teuer wird es dort, wo Leitungen, Elektrik und Feuchtigkeit zusammenkommen. Genau das klären wir beim ersten Termin, damit Sie vor der Entscheidung Zahlen haben.
Wie lange dauert eine Altbausanierung?
Eine Wohnung mit 80 m² und neuem Bad braucht vier bis sechs Wochen. Eine Kernsanierung mit allen Leitungen zwei bis vier Monate. Im Altbau planen wir bewusst Puffer ein, weil beim Abbruch fast immer etwas auftaucht.
Was ist mit Asbest oder alten Klebern?
Bis in die Achtziger wurden asbesthaltige Fliesenkleber und Bodenbeläge verbaut. Wenn wir so etwas vermuten, wird beprobt, bevor jemand mit dem Bohrhammer anrückt. Die Entsorgung macht ein zugelassener Fachbetrieb — das gehört nicht in Laienhände und auch nicht in unsere.
Können Sie Wände entfernen?
Nichttragende Wände ja, ohne großen Aufwand. Bei tragenden Wänden braucht es einen Statiker und einen Sturz. Wir sind als Maurer- und Betonbauer eingetragen und führen das aus — die Statik lassen wir rechnen, geraten wird da nichts.
Machen Sie auch die Elektrik?
Nein, dafür braucht es eine eigene Zulassung. Die Elektrik übernimmt ein eingetragener Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten. Die Koordination läuft über uns.
Wo arbeiten Sie?
Bruchsal, Karlsruhe, Bretten, Pforzheim, Heidelberg, Speyer, Rastatt, Germersheim und die Orte dazwischen. Unsere Werkstatt steht im Lindenweg in Bruchsal.
Erst schauen, dann rechnen
Schicken Sie uns ein paar Fotos oder rufen Sie an — wir kommen vorbei und sagen Ihnen ehrlich, was auf Sie zukommt. +49 162 4954368 oder kontakt@baciu-konstrukt.de.
Baciu Konstrukt, Lindenweg 7, 76646 Bruchsal. Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa 10–16 Uhr.